Auf meinem Nachttisch #2: Pascal Mercier – Nachtzug nach Lissabon
Verfasst von Marco Kranjc am Mai 8, 2007
„Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem Leben können, was in uns ist – was geschieht dann mit dem Rest?“ (S.29)
Eine Frage, der sich Raimund Gregorius, Latein – und Altsprachenlehrer in Bern, nach einer seltsamen Begegnung gegenüber sieht. Er, der immer zuverlässige und berechenbare Gymnasiallehrer, steigt nun aus. Er verläßt seine Klasse während des Unterrichts und geht. Fährt nach Lissabon, auf der Suche nach einem Unbekannten.
Auch wenn das Buch zum Ende hin etwas nachläßt, stellt es Fragen, die jeden irgendwann einmal bewegen. Ist das, was ich mache – vielleicht sogar sehr erfolgreich – das, was ich will? Weiß ich, was ich will?
Einmal heißt es: „Wenn es um die Seele geht, gibt es weniges, was wir in der Hand haben.“ (S.391)
Es ist nicht immer einfach, zu erkennen, was einen antreibt…
Pascal Mercier – Nachtzug nach Lissabon (Hanser-Verlag, 2004): 495 Seiten

